Umschulung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Fachkraft für Schutz- und Sicherheit ist seit September 2002 in Deutschland ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Aufgabe der Fachkräfte ist es, zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung beizutragen, indem sie Personen sichern, Objekte, Werte und Anlagen schützen, insbesondere durch präventive Maßnahmen und soweit erforderlich durch Gefahrenabwehr.

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit arbeiten in privaten Sicherheitsdiensten oder im öffentlichen Dienst. Dort übernehmen sie Aufgaben, wie Personen-, Werk-, oder Objektschutz. Darüber hinaus können sie in Notruf- und Service-leitstellen arbeiten und im Revier- und Streifendienst eingesetzt werden. Sie übernehmen die Koordination und Einsatzplanung von Sicherheitskräften im Einsatzfall sowie in der Vorplanung. Sie planen und führen Maßnahmen der Sicherung und präventiven Gefahrenabwehr durch, beurteilen Gefährdungspotentiale und leiten Sicherheitsmaßnahmen ein. Sie kennen Wirkungsweise und Gefährdungspotenzial von Waffen. Schutz- und Sicherheitstechnik überprüfen sie und leiten bei Mängeln Maßnahmen ein. Fachkräfte für Schutz und Sicherheit überprüfen die Einhaltung objektbezogener Schutz- und Sicherheitsvorschriften, z.B. Arbeitssicherheit, Brandschutz, Umweltschutz und Einhaltung des BDSG. Sie kennen die entsprechenden gesetzlichen Regelungen und setzen diese um.

Schwerpunkte der Ausbildung sind:

Schutz und Sicherheit
  • Sicherheitskonzepte
  • Sicherheitstechnische Einrichtungen und Hilfsmittel
  • Maßnahmen der ersten Hilfe
  • Ermittlung, Aufklärung und Dokumentation
  • Präventive Gefahrenabwehr

Recht
  • Rechtsgrundlagen
  • Öffentliches Recht (StGB, GG, StPO, ZPO)
  • Privates Recht (BGB, HGB, SGB)
  • Brandschutzvorschriften
  • Unfallverhütungsvorschriften
  • Arbeitsschutzgesetz

Betriebswirtschaft
  • Leistungen von Sicherheitsdiensten
  • Geschäftsprozesse steuern
  • Kalkulation von Sicherheitsdienstleistungen
  • Personalkalkulation
  • Betriebliche Kosten- und Leistungsrechnung
  • Qualitätsmanagement

Zusammenarbeit im Betrieb
  • Kommunikation und Kooperation
  • Situationsgerechtes Verhalten und Handeln
  • Planung und Umsetzung von präventiven Sicherungsmaßnahmen


Dauer: 24 Monate